Auslandspraktikum in der Glaserausbildung
"Frauenpower und Kunstverglasung in der Niederlande"
Im Rahmen meiner Glaserausbildung habe ich diesen Sommer die Möglichkeit gehabt ein Praktikum in der Niederlande zu absolvieren. Obwohl das Thema Auslandspraktikum schon am Anfang der Lehre erwähnt wurde, bin ich erst durch die Erzählung einer Freundin, die als Malerin solch ein Praktikum gemacht hat, neugierig geworden. Im Februar bin ich dann zu einer Veranstaltung von der Handwerkskammer gegangen, wo ich jegliche Informationen zu diesem Thema bekam. Die Finanzierung des Ganzen wird durch den Zuschuss vom Erasmus+ Programm möglich gemacht.
Bei meiner Suche nach Betrieben stoß ich auf das 'Glass Studio Encato' und trat direkt mit der Inhaberin Monique in Kontakt.
Nachdem jegliche Formalien erledigt waren, fuhr ich Anfang August mit dem Zug Richtung Dronten.
Meine Unterkunft war in der benachbarten Stadt Emmeloord, wo ich für die 4 Wochen ein TinyHouse gemietet habe. Meine Chefin sammelte mich jeden Tag mit dem Auto ein, sodass wir zusammen zur Arbeit fuhren.
Direkt der erste Blick in Moniques Werkstatt überraschte mich. Hier treffen sich Arbeitsplatz und Wohnzimmer und somit fühlte ich mich gleich wie zu Hause.
Während meines Praktikums arbeitete ich hauptsächlich am Großprojekt 'Sinterklaas' (Nikolaus). Ich lernte neue Techniken der Glasmalerei und konnte das kleine Wissen, was ich bisher hatte, ergänzen. Auch arbeiteten wir an verschiedenen alten und neuen Bleifeldern. Es war sehr interessant zu sehen wie unterschiedlich die Arbeitsweisen sind im Vergleich zu Deutschland und wie anders die Ausbildung im Ausland allgemein ist.
Nach meiner Arbeit und an Wochenenden hatte ich dann Zeit einen kleinen Teil der Niederlande kennenzulernen. So verbrachte ich beispielsweise einen Nachmittag in Urk, eine wunderschöne Stadt mit weitem Blick aufs Wasser. Meine Chefin unterstützte mich wo sie nur konnte bei meinen Erkundungen und nahm mich sogar zum jährlichen Barbecue ihres Dorfes mit. Ich möchte mich an diesem Punkt nochmal ganz herzlich bei ihr bedanken, dass sie mich so liebevoll aufgenommen hat und mir eine so tolle Zeit verschaffte.
Danke auch an meinen Chef (Rolf Block) hier in Berlin, der mich für diese Zeit freistellte und meine Klassenlehrerin (Frau Derwenskus), ohne die das alles gar nicht möglich gewesen wäre.
Text und Bilder: Friederike Wiegman, Gl24.1











