The Future of Bau

Nachhaltiges Bauen mit Holz

Wenn ich durch Berlin laufe, vergehen keine 10 Minuten, ohne dass ich nicht irgendwo eine Baustelle oder einen Kran sehe. Sie sind vielmehr fester Bestandteil des Stadtbildes geworden. Dabei wird mit so viel Beton gebaut wie nie zuvor, obwohl der dafür benötigte Sand bereits knapp wird und die Produktion des Bindemittels Zement für knapp ein Zehntel des ausgestoßenen CO2verantwortlich ist. Gesucht wird ein Baustoff, der das Klima schont…


Holz – ein nachwachsender Rohstoff, der auch noch Co2binden kann – hat das Potential, ein nachhaltiger Baustoff zu sein, wenn ein Dreieck aus ökologischen, ökonomischen und sozialen Aspekten in allen Lebenszyklen des Gebäudes mitgedacht wird.


Dass der Klimawandel mit Dürreperioden schon längst auch in Deutschland angekommen ist, sieht man nicht zuletzt auch in der Forstwirtschaft. Darüber hinaus machen Schädlinge wie der Borkenkäfer vor allem Monokulturen wie unseren Fichtenwäldern zu schaffen und führt neben großer Nachfrage zu akutem Bauholzmangel, was auch hier ein Umdenken hin zu nachhaltiger Forstwirtschaft wie im Spandauer Forst und zu alternativen Bauholzarten wie etwa der Douglasie erfordert.


Wir, die Zimmererlehrlinge der Klasse Zi 91 und Zi 92, haben uns über mehrere Wochen Gedanken über den Klimawandel vor allem in Bezug auf die Baubranche gemacht und den Baustoff Holz auf seine Nachhaltigkeit überprüft. Dafür haben wir Pilotprojekte wie das Holzhaus in der Lynarstraße im Wedding, das Holzhochhaus (HoHo) in Wien und die mittlerweile weit verbreitete Massivholzaufstockung untersucht. Wir haben herausgefunden, dass der Senat innovative Projekte mit Förderungen und Auszeichnungen wie dem Berliner Holzbaupreis prämiert.


Abschließend haben wir festgestellt, dass zwar jeder Mensch und jede Zimmerei den eigenen ökologischen Fußabdruck optimieren kann. Um dem Klimawandel jedoch wirkmächtig entgegentreten zu können, muss die Politik allerdings die entsprechenden Rahmenbedingungen schaffen.

Text von Leopold Bauer, Zi 92

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