Gefühle sind out?!

Auftakt des 2. Jahres der TUSCH Theaterpartnerschaft mit dem Berliner Ensemble


Nimmt das Zeigen von Gefühlen in der Öffentlichkeit immer mehr ab? Hat die „Coronazeit“ die Distanziertheit noch weiter unterstützt? Oder gibt es neue Ausdrucksformen, um Gefühle zu zeigen? 


Unsere TUSCH Partnerschaft mit dem Berliner Ensemble startet in das 2. Jahr. Die beiden Kurse des Faches Darstellendes Spiel der Einführungsphase des Beruflichen Gymnasiums haben sich unter Anleitung des Theaterpädagogen Manuel Kern in einem ganztägigen Workshop am Berliner Ensemble auf dieses nicht immer ganz einfache und in der Schule häufig vernachlässigte Thema „Gefühle“ eingelassen.


In kurzen Szenen, die berühmte Liebes- und Trennungsschmerzzitate aus der Weltliteratur und berühmten Filmen zum Inhalt hatten, fühlten sich die Schülerinnen und Schüler mit Hilfe des „Method Acting“ in ihre Rollen und die darin enthaltenen Gefühle ganz und gar ein. Andererseits haben sie aber auch das Distanzieren von der Rolle und den damit verbundenen Gefühlen auf Grundlage des Brechtschen epischen Theaters kennengelernt – und das im Berliner Ensemble, Bertolt Brechts Wirkungsstätte! 


Die Schülerinnen und Schüler waren selber positiv überrascht, inwieweit sie Gefühle verkörpern bzw. sich auch wieder von ihnen distanzieren konnten, was gleichzeitig natürlich auch Überwindung erforderte.


Nähe und Distanz wird uns auch noch in den nächsten Monaten begleiten, um ein Theaterstück zu entwickeln, das dann im März beim TUSCH Festival und natürlich auch in der Schule gezeigt werden soll.

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