Über Fehler sprechen – Bauschäden vermeiden

Ein Sachverständiger gibt Einblicke in die Baupraxis

In der Baubranche geht es darum, zweckmäßige und dauerhafte Konstruktionen herzustellen. Immer neue Techniken und Materialien sind dabei eine große Herausforderung für die beteiligten Fachleute. Lebensbegleitendes Lernen und die kritische Beurteilung der eigenen Arbeit ist heute wichtiger denn je.


Um unseren Auszubildenden – Zimmer*innen im 3. Ausbildungsjahr – die Auswirkungen nicht fachgerechten Handelns nachvollziehbar zu machen, bekommen wir regelmäßig Besuch aus der Praxis. Uwe Romstedt, staatl. geprüfter Bautechniker und Zimmerermeister, stellt den Auszubildenden typische Baufehler vor:


· Montage von Stützenfüßen,

· Nagelabstände bei der Montage von Dachlatten,

· Verklebung und Durchdringungen der Dampfbremsebene.


Diese Arbeitsbereiche können als exemplarisch für das komplexe Berufsfeld von Zimmerer*innen angesehen werden.


Die Auszubildenden sind dabei aufgefordert Schadensbilder zu bewerten, eigene Erfahrungen einzubringen und eigenes Handeln zu überdenken. Es wird nach Lösungsmöglichkeiten und Alternativen für knifflige Details gesucht und die Frage nach der Verantwortung für eingetretene Schäden gestellt. Da die Auszubildenden im 3. Ausbildungsjahr schon über einen beachtlichen Erfahrungsschatz verfügen, zeigen sich eine Reihe von Anknüpfungspunkten der angesprochenen Themen. Im Unterrichtsgespräch finden allgemeine Hinweise – Bauen ist der Kampf gegen das Wasser! – bis hin zu Detailfragen – Darf eine neue Holzschraube in ein vorhandenes Schraubenloch gedreht werden? – ihren Platz.


Die Klasse Zi 91 bedankt sich bei Herrn Romstedt für sein Engagement und wird sich dafür einsetzen, dass es in Zukunft weniger Bauschäden auf der Baustelle gibt.

Text: Rik Steinert

Über Fehler sprechen – Bauschäden vermeiden